Georg Hepp

In einer kleinen Feierstunde, unter der Mitwirkung des Kath. Kirchenchores St. Cäcilia Hagenbach, wurde Herrn Georg Hepp durch Landrat Dr. Fritz Brechtel die Landesehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. In der Laudatio würdigte Fritz Brechtel der Werdegang des Stadtkantors.

Georg Hepp, geboren am 21.02.1950 in Bexbach im Saarland, ist ein Kind einer Musikerfamilie. Seine Eltern führten ihn und seine 6 Geschwister schon früh an die Musik heran. Bereits im Jahr 1963 nahm er das Studium der Kirchenmusik am Bischöflichen kirchenmusikalischen Institut in Speyer auf und legte 1967 seien Prüfung als Organist, Kantor und Chorleiter ab. Er galt damals als der jüngste seiner Zunft im ganzen Bistum Speyer. Weiterbildung war ihm stets wichtig. Er absolvierte von 1979 bis 1981 ein Abendstudium für Chorleitung und Gesang bei Prof. Wolfgang Schäfer in Freiburg mit dem Abschluss als Chormeister.

Seine ersten Einsätze hatte er dann in seiner Heimatgemeinde Bexbach und den umliegenden Filialgemeinden der Pfarrei, wo er auch Gründungsmitglied des Kirchenchors Niederbexbach war. Von 1967 bis 1973 leitete er den Männerchor Bexbach. Der Liebe wegen zog es ihn 1973 nach Hagenbach und heiratete seine Frau Margit.

Doch die Kirchenmusik ließ ihn nicht los. Er trat 1974 in den katholischen Kirchenchor St. Cäcilia 1811 Hagenbach ein, wo er immer wieder als aushilfsweise Vizechorleiter und als Organist sein Können unter Beweis stellte. Von 1975 bis 1981 war er dessen 1. Vorsitzender.

Georg Hepps Fähigkeiten wurden bald über den Kirchenchor hinaus bekannt. So leitete er von 1976 bis 2012 den Männerchor des Gesangvereins Liederkranz Hagenbach und von 1978 bis 2013 den Eintracht Knielingen. Von beiden Vereinen wurde Georg Hepp für die hervorragende Arbeit 2012 vom Gesangverein Liederkranz Hagenbach und 2013 vom Gesangverein Eintracht Knielingen zum Ehrenchorleiter ernannt. 2012 erhielt er von der Stadt Hagenbach den Ehrentitel Stadtkantor.

2012 beendete Georg Hepp zwar seine offizielle Laufbahn als Chorleiter weltlicher Chöre. Wenn er aber gebraucht wird, folgt er dem Ruf seiner ehemaligen Vereine und des Stadtbürgermeisters, um Projektchöre der örtlichen Vereine bei Bedarf zu leiten.

Seine große Liebe gilt aber der Kirchenmusik. Im November 1986 übernahm er den Kirchenchor St. Cäcilia 1811 Hagenbach, den er bis heute leitet. Seit 1995 ist der Organist der Pfarrkirche St. Michael in Hagenbach.

Seine Lieblingskomponisten, wen würde es wundern, sind Max Reger, Anton Bruckner und Johann Sebastian Bach. In Erinnerung sind vielen Südpfälzern und Badenern die von ihm organisierte „Johann Sebastian Bach-Nacht“ und der „Mozartabend“.

Georg Hepp ist Gründungsmitglied des Kleinkunstvereins. In den Aufführungen „Die Stadtmadam“ und „Der treulose Trommler“ sang er eine Hauptrolle und stellte daneben auch sein komödiantisches Talent unter Beweis. Auch beim „Britischen Abend“ intonierte er „Rule Brittania“. Bei diesen Aufführungen studierte er auch mit den Chören die Gesangstücke ein.

Georg Hepp engagiert sich auch ehrenamtlich im Sängerkreis südliche Rheinpfalz, wo er seit 1978 die musikalischen Geschehnisse mitgestaltet.

Georg Hepp hat sich um das kulturelle und gesellschaftlich Leben in Hagenbach, der Südpfalz und im benachbarten Baden äußerst verdient gemacht.

Für all seine Verdienste wurde Herrn Georg Hepp die Landesehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz, durch eine Urkunde von der Ministerpräsidentin Frau Malu Dreyer verliehen. Pfarrer Alexander Pommerening, Stadtbürgermeister Franz Xaver Scherrer und Herbert Münzing gratulierten dem Geehrten zu dieser besonderen Auszeichnung.

Georg Hepp bedankte sich für diese hohe Auszeichnung, die für ihn auf eine überraschende Art erfolgt. Sein Dank ging auch an die Ministerpräsidentin.

Franz Xaver Scherrer
Stadtbürgermeister

Georg Hepp Landesehrennadel Georg Hepp Landesehrennadel Georg Hepp Landesehrennadel Georg Hepp Landesehrennadel

Siegfried Strobel

In einer kleinen Feierstunde im Rahmen der Stadtratssitzung am 4. Mai 2017 wurde durch Landrat Dr. Fritz Brechtel, im Auftrag der Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die Landesehrennadel an Siegfried Strobel verliehen.

In seiner Laudatio ging Landrat Dr. Fritz Brechtel auf das Ehrenamt ein, das heute eine unverzichtbare Leistung ist. Gerade der zu Ehrende hatte sich über Jahrzehnte ehrenamtlich engagagiert. So war Siegfried Strobel vom 17.03.1983 und 20.06.2004 ohne Unterbrechung Mitglied des Gemeinde- bzw. Stadtrates und somit 21 Jahre als Ratsmitglied tätig und in vielen Ausschüssen aktiv. Während dieser Zeit war er auch als ehrenamtlicher Schöffe tätig.

Über 40 Jahren ist Herr Strobel aktiver Sänger im Gesangverein Liederkranz Hagenbach und auch dort war seine Arbeit gefragt als Schriftführer und Kassenprüfer.

Jahrzehntelang war der Geehrte verantwortlich für den Baumschnitt der Obstbäume im Schulgarten der Hainbuchenschule sowie für das Obstpressen und die Herstellung von Apfelsaft zusammen mit den Kindern.

Unzählige Führungen und Vorführungen in den Kindergärten zur Erhaltung der Natur, der Aufbau von Pflanzbeeten in Zusammenarbeit mit der NABU prägten seine mit der Natur verbundene Arbeit.

Und nicht zuletzt sein Lieblingskind das Storchennest wurde in diesem Jahr mit Erfolgt gekrönt. Vor 5 Jahren baute Siegfried Strobel am Rande des Willersinn-Sees ein Storchennest. In diesem Jahr hat sich zum ersten Male ein Storchenpaar angesiedelt. Man ist gespannt, wie es hier weitergeht.

All dies und noch vieles mehr, waren die Gründe für die Verleihung der Landesehrennadel von Rheinland-Pfalz. Mit der Übergabe der Urkunde und der Ehrennadel durch Landrat Dr. Fritz Brechtel wurde Siegfried Strobel für seine Verdienste ausgezeichnet. Ein Blumengebinde für ihre Unterstützung wurde an seine Ehefrau Maria Strobel überreicht.

Stadtbürgermeister überbrachte dem Geehrten die Glückwünsche der Stadt Hagenbach sowie des Stadtrates und bedankte sich ganz herzlich für das gezeigte ehrenamtliche Engagement.


Hier stellen wir Ihnen einige öffentliche Einrichtungen Hagenbachs vor.
Landesehrennadel Rheinland-Pfalz Stadtbürgermeister Franz Xaver Scherrer begrüßte zunächst die Gäste und die zu ehrenden mit Ihren Partner und Familien. Er führte unter anderem aus:

„Neben den vielfältigen Angeboten in unserer Stadt sich in Vereinen und Organisationen in der Freizeit zu engagieren, verdient die Arbeit für das Gemeinwohl, für Bürgerinnen und Bürger, ja kurz gesagt für unsere Stadt eine besondere Wertschätzung und Anerkennung.

Schließlich gilt es jetzt hier Dank zu sagen für ein wichtiges Engagement: Ihrer Mitgliedschaft im Stadtrat, Ihre Arbeit in den Vereinen und sozialen Einrichtungen. Ich denke, in einer Zeit, in der es immer schwieriger wird, Menschen für einen Einsatz in den Bereichen Politik und Gesellschaft zu gewinnen, ist es durchaus bemerkenswert, wenn Bürgerinnen und Bürger sich nicht nur bedarfsweise, sondern auch für einen kontinuierlichen Zeitraum für ihre Stadt zu engagieren.

Dieses Engagement zu würdigen sowie Dank und Anerkennung für die Arbeit in Rat, Ausschüssen und Vereinen auszusprechen, wird mit der Verleihung der Landesehrennadel heute dokumentiert. Ich freue mich, dass die Überreichung sowie die Laudatio durch den Staatssekretär vom Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Herrn Dr. Hannes Kopf erfolgt.“

Staatssekretär Dr. Hannes Kopf überreichte anschließend in Hagenbach im Rahmen einer feierlichen Stunde die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz an langjährig ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger. Die Ehrennadel wurde diesen jüngst durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer als Zeichen des Dankes und der Anerkennung verliehen.

Der Staatssekretär dankte den Geehrten ausdrücklich für Ihr ehrenamtliches Engagement. „Ein altes Sprichwort besagt: ‚Wer wirklich etwas Gutes tun will, findet Wege; wer nicht will, findet Gründe‘. Sie alle haben einen Weg für sich gefunden, etwas Herausragendes für unsere Gemeinschaft zu tun. Sie haben beschlossen, selbst mitzugestalten und sich ehrenamtlich zu betätigen“, betonte Dr. Kopf. „Es ist der Landesregierung ein besonderes Bedürfnis, dieses Engagement ins Rampenlicht zu rücken: Um den Lebensweg eines Menschen zu würdigen, um Menschen zur Nachahmung anzuregen und um zu zeigen, welche Werte unserer Gesellschaft wichtig sind“, so der Staatssekretär. Die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz wird als Anerkennung für ein langjähriges ehrenamtliches Engagement verliehen. Die mit ihr Geehrten haben sich kontinuierlich mindestens zwölf Jahre lang für das Gemeinwesen engagiert. Die Geehrten sind:

Frau Rita Betsch, geehrt für ihr langjähriges Engagement im Gemeinde- und Stadtrat Hagenbach, im Verwaltungsrat der katholischen Kirchengemeinde St. Michael wie für Ihr Mitwirken als Beisitzerin und Schöffin beim Amtsgericht in Landau und beim Verwaltungsgericht in Neustadt an der Weinstraße.

Herrn Paul Diener, geehrt für sein mehr als 50 Jahre andauerndes Engagement im Männergesangverein und seine langjährige Mitarbeit in der Pfarrgemeinde.

Herrn Bernhard Fried, geehrt für seinen langjährigen Einsatz als Mitglied im Gemeinde- und Stadtrat, sein Engagement als langjähriger 1. Vorsitzender des Judo Clubs sowie als Sitzungspräsident der „Gäseknie“ aus Berg.

Herrn Herbert Meyerer, geehrt für seine seit mehr als 25 Jahren andauernde Aktivität als 1. Vorsitzender des Hagenbacher Pfälzer Waldvereins, seine langjährige Tätigkeit im Bauern- und Winzerverein Hagenbach, viele Jahre kommunalpolitischen Engagements und seine seit einigen Jahren andauernde Tätigkeit im Seniorenclub Michelin.

Herrn Gerd Vesper, geehrt für seinen langjährigen Einsatz im kommunalen Bereich als Mitglied im Stadtrat Hagenbach und im Verbandsgemeinderat sowie sein Engagement im Judo Club.

Landrat Dr. Fritz Brechtel, die Landtagsabgeordneten Barbara Schleicher-Rothmund und Martin Brandel dankten den Geehrten für ihr Engagement und Ehrenamt, das in unserer heutigen Zeit so wichtig sei. Ein großartiger Gemeinschaftschor der Gesangvereine Eintracht und Liederkranz unter der Leitung von Xaver Reichling gestaltete die Feierstunde musikalisch.

„Die Auszeichnung durch den Staatssekretär war ein bewegender Moment für uns“, dankte Herbert Meyerer im Namen der Geehrten. Er führte weiterhin aus: Wir alle hatten Interesse daran eine ehrenamtliche Tätigkeit anzunehmen. Die Bevölkerung und die Vereine haben uns hierzu gewählt. Erst danach wurde uns tatsächlich bewusst, in welcher Verantwortung wir in solch einem Amt stehen und mit welchem großen Zeitaufwand es verbunden ist, alle Wünsche und Vorschläge umzusetzen. Nicht zu vergessen ist, dass auch die Familien mitmachen mussten, und dadurch indirekt beteiligt waren. Denn ohne den Einsatz dieser Personen um uns, wäre unsere Arbeit zum Allgemeinwohl nicht so gelungen.

Foto 1: Nach der Verleihung der Landesehrennadel vlnr. MdL Barbara Schleicher-Rothmund, Landrat Dr. Fritz Brechtel, Rita Betsch, Staatssekretär Dr. Hannes Kopf, Gerd Vesper, Berni Fried, Herbert Meyerer, MdL Martin Brandel, Paul Diener und Stadtbürgermeister F.X. Scherrer

Foto 2: Staatssekretär Dr. Hannes Kopf bei seiner Laudatio

Foto 3: Hinter Stadtbürgermeister F.X. Scherrer der Gemeinschaftschor vom GV Eintracht und Liederkranz.

Foto 4: Der Gemeinschaftschor vom GV Eintracht und Liederkranz

Foto 5: Die zu ehrenden mit ihren Partner und Familien

Foto 6: Die politischen Gäste

Landesehrennadel 2015 Landesehrennadel 2015 Landesehrennadel 2015 Landesehrennadel 2015 Landesehrennadel 2015 Landesehrennadel 2015

Stefan Weiler „Die Bedeutung mancher Werte kann man erst so richtig schätzen, wenn man sie erstmals vermisst“, sinniert der 19-jährige Stefan Weiler aus Hagenbach, charakterisiert damit sein Verhältnis zur Musik und beschreibt die Initialzündung für seinen Berufswunsch Musiker zu werden“. Eigentlich ist Stefan inmitten von klassischer Musik aufgewachsen, Beethoven und Liszt erklingen täglich viele Stunden durch‘s Haus, „während der Schwangerschaft saß ich schon mit am Klavier und mit der Muttermilch gab es Bach und Brahms“, witzelt er, denn seine Mutter Ok-Young You ist eine bekannte Pianistin und Lehrerin an der Universität Koblenz-Landau, und Vater Kurt Weiler ist Musikpädagoge. Erst während eines Schüleraustausches vor zwei Jahren im Mittleren Westen der USA, umgeben von Country-Musik, fühlte er plötzlich einen tiefen Verlust, „mir fehlte die klassische Musik wie die Luft zum Atmen“. Seitdem weiß Stefan, was ihn glücklich macht, „Musik ist wie eine Droge ohne Nebenwirkungen“. 

Gerade hat er am Helmholtz-Gymnasium in Karlsruhe Abitur gemacht, und von seinen Interessen würden ihm viele Berufsrichtungen offen stehen. Physik, Archäologie oder Schriftsteller waren mal im Gespräch, doch jetzt ist klar, „Klavier, Komposition, Dirigat, Musikwissenschaften, am liebsten in Stuttgart“. Auch wenn sich seine Eltern über diesen direkten und erfolgversprechenden Weg hin zur Musik freuen, wissen sie, es wird ein steiniger Weg werden. Schon deshalb haben sie Klein-Stefan niemals „aufs Klavier getrimmt“, auch wenn er schon im Kinderwagen Konzerte besuchte. Es gab für ihn selbstverständlich auch die elektrische Eisenbahn, die Lego-Bausätze, Stefan probierte sich am Chemie-Experimentierkasten, beim Oregami-Falten oder beim Flöte spielen. Doch inzwischen ist tägliches Üben am Flügel die wichtigste Zeit und Mutter Ok-Young die beste Lehrerin und Mentorin, „auch wenn wir manchmal heftig diskutieren müssen“, lachen Beide. Zusätzlich nimmt Stefan Musikunterricht bei  Professor Felix Gottlieb in Freiburg,  schließlich steht im Juni der Bundesentscheid für „Jugend musiziert“ an.

Souverän gewonnen hat er den Landesentscheid in Mainz im April, und im Mai auch den renommierten internationalen „Anemos-Wettbewerb“ in Rom. Zum Vortrag kommen dieses Jahr die Paganini-Etüde A-Moll von Liszt, von Beethoven die Klaviersonate C-Dur und von Prokofiev Opus 4, die „Obsession diabolique“. „Schwere Stücke sind verlangt, und es reizt mich, auswendig zu spielen, Liszt machte dies auch, es fördert die Merkfähigkeit“, erzählt der junge Pianist. Packend sind solche Wettbewerbe für ihn, weil er mit einem Ziel vor Augen den Ansporn zum Üben spürt, „und beim Auftritt trainiert man den Umgang mit Lampenfieber“.  Wettbewerbe sind einerseits wichtig für die berufliche Reputation der Musiker und andererseits ergibt sich oft ein interessanter persönlicher Erfahrungsaustausch. Man trifft sehr viele gute Künstler, gerade aus den ehemaligen Sowjetstaaten und Asien, berichtet Ok-Young You, ständiges Üben ist daher wichtig. So ist nach dem Konzert auch immer vor dem Konzert, Urlaub mit Nichtstun gibt es für angehende Pianisten nicht. Sie besuchen im Sommer, wie auch Stefan Weiler, europaweit Workshops bei renommierten Lehrern, „Auch im Urlaub gehört Musik dazu, ich würde sie sonst sehr vermissen“.